Sicherheit · Architektur
Wo Ihre Daten liegen, wie sie geschützt sind – und warum wir es so gebaut haben.
Sicherheit ist bei uns keine Liste von Häkchen, sondern eine Reihe von Entscheidungen. Hier stehen sie – mit dem Grund, warum wir sie so getroffen haben, und dem Weg, wie Ihre IT sie nachprüfen kann.
Ein Ort
- Was gilt
- Daten und Anwendung laufen auf Microsoft Azure in der Region Schweden-Mitte: Datenbank, Anwendung, Dokumentenspeicher und Archiv. Die Oberfläche selbst – statische Dateien ohne Kundendaten – liefert ein globales Content Delivery Network aus.
- Wie wir das sicherstellen
- Die gesamte Umgebung ist als Code beschrieben und wird daraus aufgebaut – nicht von Hand. Die Region steht darin als Vorgabe für jede Komponente; ein Aufbau woanders wäre eine sichtbare Änderung im Code, kein Versehen. So bleibt die Antwort auf „Wo liegen meine Daten?“ ein Satz.
- Wie Sie es prüfen
- Auf Anfrage erhalten Sie die Liste der Azure-Dienste je Komponente mit Region – so, dass Ihr Datenschutzbeauftragter sie übernehmen kann.
Verschlüsselung und Schlüssel
- Was gilt
- Gespeicherte Daten sind durch Azure verschlüsselt, die Übertragung erfolgt ausschließlich über HTTPS mit TLS 1.2 oder neuer. Zugangsdaten zu Carrier-Konten werden zusätzlich auf Anwendungsebene mit AES-256 verschlüsselt.
- Wie wir das sicherstellen
- Der Schlüssel dafür liegt im Azure Key Vault, nie im Code und nie in einer Konfigurationsdatei. Die Anwendung greift über ihre eigene Identität darauf zu; es gibt kein Geheimnis, das jemand abschreiben könnte. Der Tresor ist gegen endgültiges Löschen geschützt. Ohne den Schlüssel sind die Carrier-Zugangsdaten auch für jemanden mit Datenbankzugriff wertlos.
- Wie Sie es prüfen
- Auf Anfrage zeigen wir den Aufbau: welche Identität welchen Schlüssel nutzen darf – und dass es keine zweite Kopie gibt.
Identität statt Passwörter
- Was gilt
- Menschen melden sich über Microsoft Entra ID an, mit Multi-Faktor-Authentifizierung Ihres Unternehmens. Systeme nutzen API-Schlüssel, die je Kunde vergeben und jederzeit widerrufbar sind.
- Wie wir das sicherstellen
- Wir speichern keine Passwörter – es gibt also keine zu verlieren. Ein API-Schlüssel wird beim Anlegen einmal angezeigt; bei uns liegt nur sein Hash (SHA-256). Anfragen je Schlüssel sind ratenbegrenzt, und Notfallzugänge werden bei Fehlversuchen gedrosselt.
- Wie Sie es prüfen
- Legen Sie in der Plattform einen Schlüssel an und widerrufen Sie ihn wieder – die Wirkung ist sofort, und beides steht im Protokoll.
Speicher ohne Kontoschlüssel
- Was gilt
- Kein Speicherkonto der Plattform lässt sich mit einem Kontoschlüssel öffnen, und kein Blob ist öffentlich erreichbar.
- Wie wir das sicherstellen
- Der Zugriff auf Dokumente und Archive läuft ausschließlich über die Identität der Anwendung mit genau der Rolle, die sie braucht. Ein Kontoschlüssel wäre ein einzelnes Geheimnis, das alles öffnet – deshalb ist er in der Infrastruktur abgeschaltet, nicht nur ungenutzt.
- Wie Sie es prüfen
- Auf Anfrage erhalten Sie den Auszug aus der Infrastruktur-Beschreibung, der genau das festlegt.
Sicherungen
- Was gilt
- Die Datenbank wird täglich gesichert; Sicherungen werden 14 Tage aufbewahrt, und innerhalb dieser Frist lässt sich jeder Zeitpunkt wiederherstellen.
- Wie wir das sicherstellen
- Die Sicherung ist Teil des verwalteten Datenbankdienstes von Azure und der Infrastruktur-Beschreibung – sie hängt nicht davon ab, dass jemand daran denkt. Dass sie trägt, wird geübt: Bei der letzten dokumentierten Übung am 22. September 2026 war die Anwendung nach der Wiederherstellung vollständig, mit allen Tabellen bis zum gewählten Zeitpunkt.
- Wie Sie es prüfen
- Auf Anfrage nennen wir Ihnen Aufbewahrung und Verfahren im Detail und zeigen das Protokoll der letzten Übung.
Wie Software zu uns in den Betrieb kommt
- Was gilt
- Jede Änderung an der Plattform durchläuft einen automatisierten Build mit Tests, bevor sie in eine Umgebung gelangt. Der Build ist zugleich das Schwachstellen-Tor: Enthält eine Abhängigkeit eine bekannte Sicherheitslücke, schlägt er fehl – auf dem Server ab mittlerer, in der Oberfläche ab hoher Schwere –, dazu ein wöchentlicher Prüflauf.
- Wie wir das sicherstellen
- Es gibt keinen Weg, Software am Build vorbei in den Betrieb zu bringen. Was nicht baut oder testet, wird nicht ausgeliefert – und was eine bekannte Lücke mitbringt, baut nicht. Wird die Gesundheitsprüfung nach einer Auslieferung rot, rollt sie automatisch zurück. Einmal pro Woche wird die Anwendung ohnehin mit aktuellem Basis-Image neu gebaut und in der Entwicklungsumgebung ausgerollt; in die Produktivumgebung kommt ein Stand nur mit einer Freigabe.
- Wie Sie es prüfen
- Auf Anfrage zeigen wir Ihnen den Ablauf und ein Beispiel für einen abgebrochenen Build.
Überwachung und Betreiberzugriff
- Gesundheitsprüfung. Jede Komponente meldet ihren Zustand über einen Prüfpunkt; fällt er auf Rot, startet die Anwendung automatisch neu. Telemetrie und Protokolle laufen je Umgebung in Application Insights und Log Analytics zusammen.
- Alarmierung. Verfügbarkeit, Fehlerquote, Datenbank und Warteschlange werden überwacht. Ein Ausfall meldet sich per E-Mail an zwei Personen auf unserer Seite – erprobt mit einem Testalarm, nicht nur eingerichtet.
- Wartung kündigen wir an. Steht eine geplante Wartung an, erscheint ein Hinweis über der Anwendung – sichtbar bis zum angekündigten Ende.
- Zwei benannte Personen. Zugriff auf Produktivdaten haben ausschließlich benannte Identitäten – zwei Personen, keine geteilten Konten. Geheimnisse liegen nur im Key Vault.
- Einrichtungszugänge im Protokoll. Schlüssel, mit denen wir eine Umgebung einrichten, sind gedrosselt und jede Nutzung wird protokolliert.
Noch etwas offen?
Fragen Ihrer IT oder Ihres Prüfers beantworten wir direkt: info@opexguard.de
Alle Themen dieses Bereichs gibt es auch gesammelt als Whitepaper (PDF, Stand 24.09.2026).